Atlantiküberquerung 2004

Eine Atlantiküberquerung ist der absolute Höhepunkt im Leben eines Seglers, wurde mir von kompetenter Seite versichert. Meterhohe blaue Wellen, reines Blauwassersegeln, kein Ankern, kein Anlegen, kein Anhalten und kein Umkehren". Auf der "Barfuss - Route". Auf dem gleichen Kurs wie Christoph Columbus. Nach einem schönen Silvester 2003 mit Tapas, spanischem Wein und Sekt, ging es an die eigentliche Vorbereitung des Törns. Meine persönlichen Vorbereitungen, SBF See und SKS, SY-IRIS
hatte ich ja schon getroffen. Nach dem wir ja schon große Mengen an Vorräten gewohnt waren, mußten wir auf diesem Törn Vorräte für 25-30 Tage auf See einplanen. (Ohne einen Fisch zu angeln!) Nachdem dann auch die Mannschaft vollzählig war, ging es los.
Blauwasser Kurs Südwest, solange bis es wärmer wird und bis der stetige und berühmte Passatwind (englisch Tradewind) aus Nordost einsetzt. Nach Tagen schwenkt der Kurs dann langsam Richtung West. Ebenfalls nach ein paar Tagen hat man sich an die Wache, d.h den Wach- und Schlafrhythmus gewöhnt.
Schwieriger wird es da schon sich an das ständige Schaukeln des Schiffes zu gewöhnen. Wenn mir auch nicht schlecht war, so habe ich doch den einen oder anderen blauen Fleck davongetragen, weil ich im Schlaf gegen die Kojenwand gestossen worden bin. Die Crew harmonierte hervorragend, das Essen war besser als auf einem Kreuzfahrtschiff und das Segeln war genial. Nach 23 Tagen haben wir wieder Land unter den Füssen gehabt. Eigentlich wollten wir "unsere" IRIS nicht mehr verlassen, aber der Urlaub näherte sich dem Ende und das kalte Deutschland wartete.
<< weiterblättern zur Seekarte>><< zur Bildergalerie (offen) >>